Die Magnettafel, auf die alle live von ihrem Handy schauen — Laufwege entstehen beim Ziehen — und die Zeitleiste, mit der aus einem 2:1 mehr wird als ein Ergebnis.
Die Magnettafel, auf die alle gleichzeitig schauen — und die Mitschrift, die aus einem 2:1 mehr macht als ein Ergebnis.
Zwei Werkzeuge, die zusammengehören: eines für die zehn Minuten vor dem Anpfiff, eines für die Woche danach. Beides braucht kein zusätzliches Gerät und keine Vorbereitung.
In der Kabine steht ein Trainer mit einer Magnettafel, um die sich vierzehn Leute drängen, von denen fünf nichts sehen. Das Taktikboard dreht das um: Du schiebst die Magnete auf deinem Tablet, und die Mannschaft schaut auf ihren eigenen Telefonen live zu, während du es tust.
Das Format ist dabei Geräte-Sache, nicht Inhalt: Du siehst das Feld quer, ein Spieler hochkant — beide sehen dieselbe Taktik. Niemand muss sein Handy drehen, damit es passt.
Es gibt kein Zeichenwerkzeug, keinen Stift-Modus, nichts auszuwählen. Du ziehst einen Spieler von A nach B, und der Pfeil entsteht dabei von selbst. Jeder Spieler trägt genau einen Pfeil — den seiner letzten Bewegung. Die vorherige Spur verschwindet, statt dass die Tafel nach fünf Minuten aussieht wie ein Verkehrsplan.
Antippen erzeugt keinen Pfeil, und ein Wechsel von der Bank aufs Feld auch nicht — das ist keine Laufbewegung.
Weil du seine Spieler nicht kennst. Du wählst nur die Formation, die er vermutlich spielt, und Kaderheld setzt sie gespiegelt in die andere Hälfte. Deine eigene Elf kannst du direkt aus der Aufstellung übernehmen, ohne sie neu zu stellen — der Gegner bleibt dabei stehen, wo du ihn hingestellt hast.
Eine Einwechslung zeigst du, indem du einen Bank-Magneten auf einen Feldspieler ziehst: Der eine geht runter, der andere ĂĽbernimmt seinen Platz.
Das Board ist erst sichtbar, wenn du es ausdrücklich freigibst — auch für die eigene Mannschaft. Du kannst also am Vorabend in Ruhe vorbereiten, verwerfen und neu anfangen, ohne dass jemand mitliest. Sobald du freigibst, erscheint der Hinweis auf den Startseiten deiner Spieler; du musst nicht erst sagen, wo man hinschauen soll.
Der zweite Teil ist die Analyse. Sie stellt zusammen, was in diesem Spiel passiert ist — Tore mit Torschütze und Vorlagengeber, Karten, Wechsel — und zwar unabhängig davon, ob live erfasst oder hinterher eingetragen wurde. Dazwischen hängen deine eigenen Notizen an der Minute, zu der sie gehören.
Und die Fotos: Ein Bild aus dem Album lässt sich der Situation zuordnen, zu der es gehört. Dann steht das Tor in der Zeitleiste nicht nur als Zeile, sondern mit dem Bild daneben — und der Torschütze ist auf dem Foto automatisch markiert.
Notizen erfassen dürfen Trainer und Co-Trainer — und zusätzlich jemand mit der Rolle Analyst. Das ist bewusst eine eigene Rolle: Du kannst jemanden für die Spielbeobachtung bestimmen, ohne ihm gleich die Mannschaft zu übergeben. In der Praxis ist das der Vater mit dem guten Auge, der ohnehin jedes Spiel sieht.
Eine U16 verliert dreimal hintereinander durch Gegentore nach Standards. Der Trainer hat das Gefühl, kann es aber nicht belegen — nach zwei Wochen erinnert sich niemand mehr an die Details.
Er bestimmt den Vater eines Spielers zum Analysten. Der schreibt in den nächsten drei Spielen mit, was ihm auffällt, jeweils mit Minute. In der Zeitleiste steht danach schwarz auf weiß: fünf der sieben Gegentore fielen nach Eckbällen, vier davon am kurzen Pfosten. Am Dienstag darauf steht das auf dem Taktikboard, die Mannschaft sieht es auf ihren Telefonen, und es wird zwanzig Minuten geübt — statt allgemein über „Konzentration bei Standards" zu reden.
Abgrenzung: Hier geht es um Taktik zeigen und Spiele nachbereiten. Wer aufläuft, steht unter Spieltag und Aufstellung; Zahlen über die Saison unter Team-Statistik. Zurück zum Überblick für Trainer.
Die Magnettafel, auf die alle live von ihrem Handy schauen — Laufwege entstehen beim Ziehen — und die Zeitleiste, mit der aus einem 2:1 mehr wird als ein Ergebnis.
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