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Trainingsbeteiligung auswerten

Wer war wie oft da: Teilnahme-Matrix über den Zeitraum deiner Wahl, mit Quote je Spieler — und Verletzte fallen ausdrücklich aus der Rechnung.

Trainingsbeteiligung auswerten

Wer war wie oft da — nicht aus dem Gedächtnis, sondern als Matrix über den Zeitraum, den du wissen willst.

Die unangenehmste Frage im Elterngespräch ist: „Wieso spielt mein Sohn nicht?" Die zweitunangenehmste ist die eigene Antwort, wenn man sie aus dem Bauch geben muss. Trainingsbeteiligung ist nicht das einzige Kriterium für Einsatzzeiten, aber sie ist das einzige, über das sich nicht streiten lässt — wenn man sie hat.

Die Matrix

Der Kern ist eine Tabelle: Zeilen sind deine Spieler, Spalten die Termine im gewählten Zeitraum, jede Zelle ein Symbol — da gewesen, abgesagt, vielleicht, gar nicht geantwortet, nicht nominiert. Namen und Quote bleiben beim Scrollen stehen, sodass du auch bei vierzig Terminen weißt, in welcher Zeile du bist.

Ganz rechts steht die Quote je Spieler mit einem farbigen Balken. Man liest so eine Tabelle in zehn Sekunden, und man sieht dabei Dinge, die man im Alltag nicht bemerkt: dass jemand seit sechs Wochen jeden Donnerstag fehlt, zum Beispiel — dienstags aber immer da ist.

Teilnahme-Matrix mit Spielern, Terminen und Quote je Spieler
Wer war wie oft da

Der Zeitraum ist die halbe Aussage

Voreingestellt sind die letzten 30 Tage, per Schnellwahl kommst du auf vier Wochen, drei Monate, die Saison oder ein Jahr. Dazu filterst du die Terminarten: nur Trainings, nur Spiele, oder alles zusammen.

Das ist wichtiger, als es klingt. „Er kommt selten" heißt im Oktober etwas anderes als über die ganze Saison, und eine Quote, die Trainings und Spiele vermischt, beantwortet keine der beiden Fragen sauber.

Was die Quote bewusst nicht bestraft

Wer verletzt ist oder bei einer anderen Mannschaft des Vereins aushilft, fällt komplett aus der Rechnung — er zählt weder als anwesend noch als abwesend. Eine Verletzung ist keine schlechte Trainingsmoral, und wer bei der Kampfmannschaft aushilft, wird dafür nicht in der U18-Statistik abgestraft. Welche Abwesenheitsgründe in deinem Team doch zählen sollen, stellt ihr pro Mannschaft ein.

Genau dieser Punkt entscheidet, ob eine Statistik im Verein akzeptiert wird oder als unfair gilt. Eine Quote, die den Verletzten nach unten zieht, benutzt beim zweiten Mal niemand mehr.

Die beiden Enden

Neben der Matrix stehen zwei kurze Listen: die fünf mit der höchsten und die fünf mit der niedrigsten Teilnahme. Die erste ist die, die man zu selten nutzt — Verlässlichkeit fällt im Alltag nicht auf, weil sie geräuschlos ist. Ein Satz beim Abschlusstraining zu dem Jungen, der seit August kein Training versäumt hat, kostet nichts.

Der einzelne Spieler ĂĽber die Saison

Neben der Teamsicht gibt es die Sicht auf eine Person: Einsätze, Tore, Vorlagen, Karten — wahlweise für die laufende Saison, die Vorsaison, die letzten zwölf Monate oder die gesamte Laufbahn im Verein. Voreingestellt ist die laufende Saison, und die Saison beginnt im Juli, nicht „vor zehn Monaten" — im Frühjahr hätte eine Monatsnäherung sonst die halbe Vorsaison mitgezählt.

Weil Abgänge nicht gelöscht, sondern beendet werden, bleibt die Laufbahn vollständig: Ein Spieler, den du von der U12 bis zur U16 begleitet hast, ist über alle Jahre auswertbar.

Ein Beispiel aus dem Vereinsalltag

Ein Vater fragt im März, warum sein Sohn in den letzten Spielen nur eingewechselt wurde. Der Trainer hat den Eindruck, dass der Junge oft fehlt, kann es aber nicht belegen.

Er stellt den Zeitraum auf die laufende Saison und filtert auf Trainings: 11 von 26. Die vier Termine, an denen der Junge krank gemeldet war, sind darin gar nicht enthalten — die Quote ist also nicht geschönt zu seinen Ungunsten. Das Gespräch dauert danach fünf Minuten statt vierzig, weil es nicht mehr um Wahrnehmung geht. Nebenbei fällt beiden auf, dass fast alle Fehltage dienstags liegen: Der Junge hat seit Herbst Nachhilfe. Ergebnis ist kein Konflikt, sondern eine Terminverschiebung.

Was es noch nicht gibt

Die Statistik ist heute eine Tabellensicht. Verlaufsdiagramme, Vergleichszeiträume nebeneinander und Auswertungen zur Tor- und Formationsverteilung sind vorgesehen, aber nicht gebaut — das steht hier, damit du es nicht suchst.

Häufige Fragen

Auf ihrer Startseite sehen sie ihre eigenen Kennzahlen, nach derselben Regel gerechnet wie in der Teamsicht. Die komplette Matrix mit allen Namen ist die Trainersicht.

Es ist ein eigenes Symbol und wird nicht als Zusage gewertet. Wer viele offene Termine hat, ist nicht unzuverlässig, sondern antwortet nicht — das sind zwei verschiedene Gespräche.

Sie erscheinen nur bei den Terminen, zu denen sie eingeladen waren. Wer im November dazustößt, hat für Oktober keine Lücken, sondern gar keine Spalten — eine Quote von 0 % für die Zeit vor seinem Eintritt gibt es nicht.

Einen fertigen Export gibt es derzeit nicht — die Matrix ist zum Anschauen und Besprechen gedacht. Für ein Elterngespräch reicht erfahrungsgemäß das Handy.

Abgrenzung: Hier geht es um Auswertung ĂĽber Wochen und Monate. Wie die Zusagen entstehen, steht unter Termine und Zusagen; die Nachbereitung eines einzelnen Spiels unter Taktik und Analyse. ZurĂĽck zum Ăśberblick fĂĽr Trainer.

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